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Abflussmessung
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Messverfahren:

Abflussmessung im Sickerwasserrohr

Problem
 

Der Wasserhaushalt von Restmülldeponien ist immer noch weitgehend unbekannt. Lokal begrenzte Wasserhorizonte und Hangwasseraustritte sind wohl bekannte Phänomene. Es fehlen ausreichend fundierte Informationen zu Fließwegen im Deponiekörper

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Angebohrter Einstauhorizont
(Deponie Heinde, LK Hildesheim)
 

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Hangwasseraustritt
(Deponie Go Cat, Hot Shi Minh-City
Vietnam)

Ziel

Messung des Sickerwasserabflusses an variablen Punkten im Sickerwasserrohr.

Methode

Konstruktion eines absenkbaren Wehres, das mit der Kamera in das Sickerwasserrohr eingefahren werden kann.
Entwickler: Leichtweiß-Institut, TU Braunschweig
Projekt: DFG SFB 477 “Innovative Bauwerksüberwachung”

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Nachdem die Kamera (Bild oben) mit dem Wehrvorbau in das Sickerwasserrohr eingefahren ist, wird das Wehr abgesenkt, so dass der gesamte Sickerwasserabfluss über das Wehr läuft. Durch die Messung des Wasseraufstaus hinter dem Wehr mittels des Piezometerröhrchens kann der Abfluss über den kalibrierten Wehrquerschnitt bestimmt werden.

Der Vorgang wird an verschiedenen Messstellen im Rohr wiederholt. Daraus ergibt sich ein Abflussprofil, bei dem die Zuflüsse lokalisiert werden können

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Abflussmessungen Deponie Heinde - Abflussprofil

Gesamtabfluss am Rohrende: 4,2 m3/Tag
Abfluss 50 m Schachtentfernung: 0,3 m3/Tag
Abfluss 100 m Schachtentfernung: 0 m3/Tag

Bewertung: Über 90 % des Sickerwassers treten am Rand der Schüttfläche zu. Im Deponiekörper findet keine durchgehende, vertikale Durchsickerung statt (mögliche Ursachen: Barriere, Dränagesystem verstopft)

Dr. Kölsch GmbH | office@dr-koelsch.de | mobil: +49 179 324 3108

 

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