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Rumpke
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Bilder vom Rumpke Böschungsbruch

Rumpke Consolidated Companies ist der größte private Abfallentsorger in den USA und landesweit die Nummer 4 unter den Entsorgungsunternehmen. In Colerain in der Nähe von Cincinnatti (Ohio) betreibt das Unternehmen die Rumpke Sanitary Landfill, eine der  sog. Mega-landfills im amerikanischen Mittelwesten. An dem seit 1945 betriebenen Standort werden jährlich rund 1,6 Mio. t Hausmüll abgelagert. Derzeit wird der Abfall auf einer 30 ha großen Erweiterungsfläche eingelagert, die nordwestlich an einen Altkörper mit einer Ausdehnung von 54 ha anschließt. Dieser Altkörper wurde am 9. März 1996 durch das Wegrutschen von rund 1,2 Mio. m3 Abfall förmlich auseinandergerissen.
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Der Altkörper erhebt sich 75 m hoch über dem Ursprungsgelände. Die Nord-West-Böschung, an der sich der Böschungsbruch ereignete, wurde mit einer mittleren Neigung von 1:2,6 errichtet. Der Abfallkörper hatte keine Entgasung und die Entwässerung erfolgte lediglich über eine umlaufende Dränage am Böschungsfuß. 18 Monate vor dem Bruch war das Ursprungsgelände entlang der Nord-West-Böschung für den Bau der Erweiterungsfläche auf einer Tiefe von 42 m unter Böschungsfuß ausgekoffert worden. Die Hangneigung von der Böschung in die Grube betrug 1:2,3. Zusätzlich wurde im Oktober 1995 der Böschungsfuß auf einer Höhe von etwa 2,5 m senkrecht freigelegt, um Platz für eine Zufahrtsstraße zu schaffen. Am 4. März 1996 bemerkte das Deponiepersonal schmale Risse im Abdeckboden auf der Krone der Nord-West-Böschung.rum_riss Die Risse wurden zunächst für das Resultat normaler Deponiesetzungen gehalten und mit Boden verfüllt, erschienen jedoch in den kommenden Tagen erneut. Am Morgen des 9. März hatten sich die Risse von der Böschungskrone aus ausgebreitet und liefen hangabwärts in Richtung Böschungsfuß. Horizontale Bewegungen am Böschungsfuß zeigten an, daß die gesamte Böschung in Bewegung geriet. Gegen 11.00 Uhr hatte sich der Böschungsfuß ca. 3-5 m horizontal verschoben. Die Risse hatten sich derweil auf rund 1 m Breite geöffnet. Kurz vor 12.00 Uhr öffneten sich weitere Risse im Abfall am Böschungsfuß und Sickerwasser spritzte unter hohem Druck heraus. Etwa um 12.00 Uhr geriet die gesamte Böschung in Bewegung und innerhalb von 5 Minuten glitten aus einer Fläche von 5 ha 1,2 Mio m3 Abfall rund 360 m weit in die im Bau befindliche Erweiterungsfläche. Zurück blieb eine 300 m messende halbkreisförmige Bruchmuschel mit einer nahezu senkrechten Bruchfläche von zeitweise etwa 60 m Höhe.
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